Die Jungsteinzeit (5000 - 2000 v. Chr.)

Mit sensationellen Funden aus der Vorgeschichte des Menschen kann unser Gemeindegebiet nicht dienen. Trotzdem lassen sich durch Oberflächenfunde, insbesondere um Nommern herum, die Spuren des Menschen bis zur Steinzeit zurückverfolgen. Die meisten Funde stammen aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit - um 5000 bis 2000 v. Chr). Völkerstämme zogen aus dem nahen und mittleren Osten über das Donaubecken nach Süd- und Südosteuropa und schließlich nach Mittel- und Westeuropa.

Diese Zeit ist gekennzeichnet vom Übergang des Nomaden- und Sammlerlebens zum sesshaften Menschen. Zwar bedient sich der Mensch schon seit vielen hunderttausend Jahren der Steinwerkzeuge, doch wird jetzt die Technik der Herstellung verfeinert. Der Stein wird geschliffen, aus Feuerstein werden Messer und Pfeilspitzen herausgeschlagen, mit einer Präzision die selbst heute noch unser Staunen hervorruft. Erste Siedlungen werden gebaut, und war die Jagd bis jetzt noch Haupternährungsquelle, beginnt der Mensch jetzt umzudenken. Einzelne Tierarten werden gezähmt, sowie erste Pflanzen kultiviert.

Diese neue Lebensweise lässt soziale, kulturelle und ideologische Strukturen entstehen. Die Menschen beginnen zusammen zu leben, sozusagen in der ersten Form einer Gemeinde. Dies ist auch der Ausgangspunkt des Handwerks, welches sich durch die Steinfunde nachvollziehen lässt. Neben dem Stein waren Holz und Tierknochen die Materialien, die zur Werkzeugherstellung dienten. Erstmals in seiner Entwicklung fertigte der prähistorische Mensch während des Neolithikums auch Tongefäße an, zuerst grobe, rauhwandige und später feinere und verzierte Waren.

Eine archäologisch wertvolle Lage in unserer Gemeinde ist die 'Lock' bei Nommern, die in vielen historischen Publikationen erwähnt wird, leider in den letzten Jahren jedoch durch Vandalismus mehr und mehr verunstaltet wird. Hier finden sich nämlich Schleifrillen in allen möglichen Formen, die von der Steinbearbeitung herrühren, sowie eigenartige Mulden deren Ursprung noch unklar ist. Gängige Werkzeuge die aus Oberflächenfunden aus der Umgebung von Nommern herrühren sind u.a. Kratzer/ Schaber die zum Bearbeiten der Tierhäute dienten, Bohrer, Messer aus Silex (Feuerstein) die eine erstaunliche Schärfe besaßen, sowie Beile aus den verschiedensten Steinarten zum Spalten von Holz.

Dass die Jagd stets eine Hauptbeschäftigung des Menschen war, zeigen die vielfältigen Arten von Pfeilspitzen, Der Jagdtrieb ist dem Menschen (wohl in einer anderen Form) bis heute erhalten geblieben.

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